Der Weg vom Anfänger bis zum Turnierreiter:

Vom Longenunterricht für Einsteiger, Reitunterricht in der Reithalle oder im Freien, über Dressur- und Springausbildung bis Klasse M, bieten unsere Reitlehrer für alle Ausbildungsstufen ein umfangreiches Programm. Geländeritte und Voltigieren finden Sie ebenfalls auf dem wöchentlichen Stundenplan. Für Anfänger und Fortgeschrittene stehen für den Unterricht sieben gut ausgebildete und gehorsame Schulpferde bereit. Desweiteren lehren wir in unserem FN-geprüften Schulbetrieb neben der Praxis, dem theoretischen Grundwissen auch den verantwortungsvollen Umgang mit dem Pferd. Der Beritt von Pferden aller Ausbildungsstände wird nach den Grundsätzen der Reitlehre garantiert. Verschiedene Lehrgänge in den Schulferien oder am Wochenende, vielfach mit Prüfung zum kleinen und großen Hufeisen, zum Reit- oder Basispass sowie zum Reit- und Longierabzeichen runden das umfangreiche Angebot ab.

 
Mary Lou, geb. 1994

Deutsches Reitpony,

Stockmaß 1,33m

Sunny Boy, geb. 2000,

Haflinger

Apanachi, geb. 2007

Pony

Cesario, geb. 2007

dt. Warmblut

       
Gerry, geb. 1995

Zweibrücker,

Stockmaß 1,68m

Romulus Nemo Carpi, geb. 2005,

Tschech. Warmblu

Stockmaß 1,62mt

       

Reitstundenplan

     
 

 

Reit- und Fahrverein Alzenau e.V. Im Forst 1 63755 Alzenau 06023 – 2565


Wissenswertes für Reitanfänger,
über den Einstieg in unseren Verein
und alles rund um unsere Reitstunden



Einstieg
Grundsätzlich muss jeder, der bei uns Reiten oder Voltigieren möchte, Probemitglied im Verein werden. Das Antragsformular erhalten Sie vor Ort im Reitlehrerbüro, oder Sie können es sich hier ausdrucken.
Den ausgefüllten Antrag geben Sie bitte vor der ersten Reitstunde am besten direkt bei unserer zuständigen Reitlehrerin ab. Gleichzeitig entrichten Sie Ihren Probemitgliedschaftsbeitrag in Höhe von 25,-Euro. Innerhalb der folgenden drei Monate können Sie nun während Ihrer (ersten) Reitstunden entscheiden, ob Sie ein festes Vereinsmitglied werden möchten oder nicht.
Wenn Sie sich für uns entscheiden, wird mit Ablauf der drei Monate automatisch die einmalige Aufnahmegebühr und der erste Jahresbeitrag, entsprechend der Art Ihrer Mitgliedschaft (aktiv, passiv, gemäß Alter), fällig und von Ihrem Konto eingezogen (eine Preisliste finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage).
Möchten Sie kein Mitglied werden, teilen Sie uns dies bitte bis spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Probemitgliedschaft schriftlich mit.

Reitmarken

Mit Vereinbarung der Probemitgliedschaft, bzw. vor Ihrer ersten Reitstunde, erwerben Sie auch Ihre erste 10er-Reitkarte. Diese erhalten Sie im Reitlehrerbüro ebenfalls bei unserer Reitlehrerin.
Reitstunden werden im RFV Alzenau ausschließlich über diese 10er-Karten abgerechnet. Die einzelnen Marken (eine Marke entspricht einer „Einheit“ Reiten, z.B. eine Springstunde oder einmal Longenunterricht) benutzen sich ähnlich wie Briefmarken und müssen immer eine Woche im Voraus entsprechend Ihrer vereinbarten Reitstunde in unser Reitbuch eingeklebt werden. Dies wird Ihnen von unserer Reitlehrerin nochmals vor Ort gezeigt und erklärt.
Sollten Sie einmal, egal aus welchen Gründen, Ihre Reitstunde nicht wahrnehmen können, obwohl Sie bereits Ihre Marke eingeklebt haben, so teilen Sie uns dies bitte rechtzeitig persönlich oder telefonisch (auch auf dem Anrufbeantworter!), aber bitte nicht per e-Mail mit. Erfolgt Ihre Absage bis spätestens einen Tag im Voraus, schreiben wir Ihre Reitmarke für den nächsten fest vereinbarten Termin gut.
Sofern Sie aus gesundheitlichen Gründen erst am selben Tag der vereinbarten Reitstunde absagen können, können Sie Ihre Reitmarke innerhalb der folgenden drei Wochen nach Absprache mit unserer Reitlehrerin in einer zusätzlichen Reitstunde abreiten.
Bei geplanter längerer Abwesenheit, z.B. Urlaub, kleben Sie bitte Ihre Marke entsprechend des nächst genutzten Reittermins vor.

Zahlungsmöglichkeiten; Bürozeiten
Reitmarken und die einmalige Gebühr der Probemitgliedschaft sind immer in bar zu begleichen. Scheck- oder Kartenzahlung ist leider nicht möglich.
Für den Aufnahme- und Jahresbeitrag muss generell eine Einzugsermächtigung vorliegen, ebenso wie für die Teilnahme am Voltigierunterricht.
Nicht verwendete Reitmarken können übrigens nicht im Büro bzw. an den Verein zurück gegeben werden, es findet sich jedoch immer ein privater Abnehmer.
Den Kauf Ihrer Reitmarken, sowie sonstige Angelegenheiten, klären Sie mit unserer Reitlehrerin bitte während der Bürozeiten. Die aktuellen Zeiten sind immer auf unserem Reitstundenplan vermerkt. Telefonisch können Sie Ihre Nachrichten jederzeit auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen; wir rufen Sie auch gerne zurück.

Reitstunden
Als Reitschüler vereinbaren Sie in der Regel mit unserer Reitlehrerin feste Reittermine gemäß dem Reitstundenplan (z.B. immer montags 15.ooUhr Einsteigerunterricht und dienstags 17.ooUhr Springunterricht). Außerplanmäßige zusätzliche Reitstunden, auch private Einzelstunden, sind selbstverständlich in Absprache möglich.
Dressur-, Spring- und Voltigierstunden dauern planmäßig 60min. und sind entsprechend der Reitlehre in drei Phasen eingeteilt (Lösungsphase, Arbeitsphase, Ausklang), Longenunterricht erteilen wir je nach Gruppengröße innerhalb 20min bzw. 30min.
Zu allen Reitstunden (außer Voltigierunterricht) müssen Sie jedoch weitere Zeit einplanen, um Ihr zugeteiltes Pferd vor und nach dem Unterricht entsprechend versorgen zu können. In der Regel benötigen Sie vor der Reitstunde ca. 30min. und danach bis zu 20min.
Ihre Zuteilung in die jeweiligen Reitstunden erfolgt in Absprache mit unserer Reitlehrerin gemäß Ihrem reiterlichen Können (Einsteiger, Einsteiger Aufbau, Fortgeschrittene; siehe weiter unten) und Ihres Schwerpunktes (Dressur, Springen…).

„Reiten lässt sich am besten durch Reiten erlernen!“
Dementsprechend machen Sie übrigens die besten Fortschritte, wenn Sie mindestens zweimal wöchentlich Zeit für Ihr (neues) Hobby finden könnten.
In der Regel beginnen die Jüngsten zwischen drei und sieben Jahren mit Voltigierunterricht. Voltigieren bedeutet „Turnen auf dem Pferd“, wobei das Pferd vom Ausbilder in einem Kreisbogen an der Longe („Leine“) geführt wird. Er findet in entsprechenden Gruppen mit viel Spaß und Spiel und mit Unterstützung vieler lieber fleißiger Helferinnen statt. Somit sind Ihre Kinder jederzeit gut betreut.

Alle größeren Kinder (Mindestalter 8 Jahre!) und Erwachsene ohne reiterliche Vorkenntnisse beginnen mit Longenunterricht. Auch hier wird das Pferd vom Ausbilder an der „Leine“ im Kreisbogen geführt, was dem Reitschüler kontrollierte erste Reitübungen ermöglicht. Longenunterricht findet in kleinen Gruppen mit maximal drei Schülern statt. Eine halbe Stunde vor Beginn der Reitzeit treffen sie sich gemeinsam mit ihrem Reitlehrer und lernen, ihr Pferd zum Reiten vorzubereiten (anbinden, putzen, satteln usw.), sowie die wichtigsten Grundlagen im Umgang mit dem Pferd.
Wie viele Longenstunden Sie vor Ihrem Übergang in eine Einsteigergruppe absolvieren müssen ist sehr individuell und somit nicht festgelegt. Unsere Reitlehrerin entscheidet dies gemeinsam mit Ihnen.

Wer sein Pferd selbständig anbinden, putzen und weitestgehend alleine satteln und trensen kann, sich beim Reiten nicht mehr festhalten muss (möglichst ausbalancierter Sitz in allen drei Gangarten), Zügelführung und Reiterhilfen (ansatzweise) beherrscht, findet einen Platz in unseren Einsteigerreitstunden. Hier wird in der Abteilung mit einem erfahreneren Reitschüler an der „Tete“ (Anfang) hintereinanderher geritten. So lassen sich Sitz, Hilfengebung und Hufschlagfiguren (Reitwege in Halle und Bahn) lernen und weiter üben, ohne dass der Schüler jedoch zu sehr mit dem „Lenken“ seines Pferdes überfordert ist.

In allen drei Gangarten sichere Reiter mit entsprechender Übung in Hufschlagfiguren und Hilfengebung, wechseln in die Einsteiger-Aufbau-Reitstunde. Hier lernen sie, ihr Pferd selbständig bzw. ohne Abteilung zu reiten, sowie die nötigen Vorfahrts-/Regeln usw. hierfür. Wer sein Pferd dann weitestgehend sicher beherrscht, erhält weiterführenden Unterricht in den Fortgeschrittenenstunden. Hier werden Können und Kenntnisse im selbständigen Reiten weiter vertieft, je nach Gruppe und individuellem Stand bis zu hohen Lektionen der Dressur, bzw. gesteigerten Anforderungen im Springen.
Ein Wechsel in eine andere Reitstunde geschieht immer in Absprache mit unserer Reitlehrerin.

Reitausrüstung
…und weitere wichtige Hinweise

Helm ist Pflicht!
Und zwar ein Reithelm mit Dreipunkt-, bzw. Vierpunktsicherung nach Europäischer Norm „EN 1384“.
Fahrrad- oder ähnliche Helme sind nicht zulässig!
Sofern Sie sich für Ihre ersten Probereitstunden noch keinen eigenen Helm kaufen möchten, liegen im Reitlehrerbüro Leihhelme bereit. Dies sollte aber eine Überganglösung bleiben!

Für den Voltigierunterricht benötigt Ihr Kind möglichst enge Trainingshosen (z.B. Leggins), passende Oberbekleidung (nicht zu lang oder weit!) und Turnschläppchen. Reithelm, Reithandschuhe, Sicherheitsweste oder sonstige Ausrüstung werden nicht benötigt.

Zum Reiten tragen Sie bitte Schuhe mit flachem Absatz ohne Profilsohle, die mindestens bis über den Fußknöchel reichen müssen und keinen Klettverschluss haben sollten (z.B. sind Gummistiefel vorläufig gut geeignet).
Halbschuhe, Schuhe ohne Absatz, Sandalen, Turnschuhe usw. sind nicht zulässig!
Ihre Hose muss lang sein, darf nicht hoch rutschen (z.B. Kniestrümpfe über ziehen) und sollte weiche Nähte besitzen die nicht scheuern können (Innenseite der Beine!); sie muss recht eng anliegen, darf aber nicht einengen.
Kurze, zu weite, oder sonstige, nicht zweckmäßige Hosen sind nicht zulässig!
Ihre Oberbekleidung sollte bequem, jedoch ebenfalls nicht zu weit oder zu lang sein. Jacken und Westen sind entweder zu schließen oder auszuziehen.
So bald Sie als Einsteiger die Zügelführung erlernen, sollten Sie Reithandschuhe mit Leder- oder Noppenbesatz tragen, spätestens mit Eintritt in die Einsteigerreitstunde.
Reiterinnen mit langen Haaren müssen diese grundsätzlich bei jedem Umgang mit dem Pferd und beim Reiten zusammen binden (Unfallgefahr)!
Kaugummi und sonstige Lutschbonbons sind beim Reiten nicht erlaubt.
Bitte tragen Sie während der Reitstunden keine Sonnenbrillen oder sonstige unangemessene Kleidung.

Eigene „Hilfsausrüstung“ wie Gerte und besonders Sporen benötigen Reitanfänger nicht! Die Schüler lernen bei uns, die reiterlichen Hilfen (Kommunikation zischen Reiter und Pferd über Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen) fach- und situationsgerecht einzusetzen. Gerte und Sporen bedürfen der Zustimmung des Reitlehrers, dienen der Unterstützung der Hilfen und sind angemessenen und nicht als Ersatz für reiterliches Können zu gebrauchen!
Sofern Sie von Ihrem Reitlehrer angewiesen werden mit Gerte zu reiten und noch keine eigene besitzen, liegen immer einige Leihgerten in unserer Reithalle bereit. Beim Kauf einer eigenen Gerte beachten Sie bitte, dass sie für den Springunterricht eine Länge von insgesamt maximal bis 75cm, für den Dressurunterricht insg. max. 120cm lang sein darf. Für Ihre Kinder kaufen Sie bitte für den Dressurunterricht eine etwas kürze Gerte (Verhältnis muss stimmen). Beachten Sie bitte außerdem, Ihre Gerte ausreichend zu markieren.
Wir können für verlorene Ausrüstungsgegenstände allgemein leider keine Haftung übernehmen!

Die mittlerweile oft gesehenen Sicherheitswesten sind keine generelle Pflicht. Fest vorgeschrieben sind sie lediglich bei der Teilnahme an Vielseitigkeitswettbewerben.
Beim Springunterricht und im Gelände sind sie jedoch angeraten.
Bei jedem sonstigen Reitunterricht zeigt die Erfahrung, dass eine nicht fachgerecht angepasste Sicherheitsweste, besonders bei jüngeren bzw. kleineren Reitschülern, hinderlich sein kann.
Z.B. sind die Westen häufig hinten zu lang („das Kind wächst ja noch“), was aber dem Reitschüler das Erlernen des aufrechten, ausbalancierten Sitzes erschwert und den sog. „Spaltsitz“ (Oberkörper kippt nach vorne, Füße und Beine nach hinten) begünstigt. Oder sie sind für die Kinder vorne zu dick bzw. zu „mächtig“, so dass sie große Probleme beim Auf- und Absteigen haben können.
Dennoch müssen Sie selbstverständlich nicht auf eine Sicherheitsweste verzichten, sofern Sie diese für sich oder Ihr Kind wünschen. Bitte lassen Sie sich in einem Pferde- oder Reitsportfachgeschäft individuell beraten und sparen Sie nicht an den falschen Stellen. Es gibt die Westen in den verschiedensten Ausführungen.

Wer unser schönes Hobby regelmäßig betreibt, allerspätestens mit Eintritt in eine Fortgeschrittenengruppe, sollte natürlich Reithosen (mit Voll- oder Teilbesatz), Reitstiefel (aus Leder oder Gummi), eine eigene Gerte und nach Absprache mit dem Reitlehrer evtl. auch eigene Sporen besitzen. Einen eigenen Reithelm und Reithandschuhe setzen wir wie oben erwähnt bereits früher voraus.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen ersten Informationen behilflich sein konnten und hoffen, Sie bald als neue Vereinsmitglieder und/oder Reitschüler begrüßen zu dürfen.
Bei weiteren Fragen und allen Problemen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne persönlich oder telefonisch zur Verfügung.

Viel Freude weiterhin beim Reiten und im Umgang mit Ihren Pferden und Ponys!

 


Literaturtipp: Für alle große und kleine Pferde- und Reitfreunde findet sich übrigens im Verlag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung das passende Medium für jede Sparte der Reiterei!
www.fnverlag.de