Reit- und Fahrverein Alzenau e.V. Im Forst 1
63755 Alzenau 06023 – 2565
Wissenswertes für Reitanfänger,
über den Einstieg in unseren Verein
und alles rund um unsere Reitstunden
Einstieg
Grundsätzlich muss jeder, der bei uns Reiten oder Voltigieren
möchte, Probemitglied im Verein werden. Das
Antragsformular erhalten Sie vor Ort im Reitlehrerbüro,
oder Sie können es sich
hier
ausdrucken.
Den ausgefüllten Antrag geben Sie bitte vor der ersten
Reitstunde am besten direkt bei unserer zuständigen Reitlehrerin ab. Gleichzeitig entrichten Sie Ihren
Probemitgliedschaftsbeitrag in Höhe von 25,-Euro. Innerhalb der
folgenden drei Monate können Sie nun während Ihrer (ersten)
Reitstunden entscheiden, ob Sie ein festes Vereinsmitglied
werden möchten oder nicht.
Wenn Sie sich für uns entscheiden, wird mit Ablauf der drei
Monate automatisch die einmalige Aufnahmegebühr und der erste
Jahresbeitrag, entsprechend der Art Ihrer Mitgliedschaft (aktiv,
passiv, gemäß Alter), fällig und von Ihrem Konto eingezogen
(eine Preisliste finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage).
Möchten Sie kein Mitglied werden, teilen Sie uns dies bitte bis
spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Probemitgliedschaft
schriftlich mit.
Reitmarken
Mit Vereinbarung der Probemitgliedschaft, bzw. vor Ihrer ersten
Reitstunde, erwerben Sie auch Ihre erste 10er-Reitkarte. Diese
erhalten Sie im Reitlehrerbüro ebenfalls bei unserer
Reitlehrerin.
Reitstunden werden im RFV Alzenau ausschließlich über diese
10er-Karten abgerechnet. Die einzelnen Marken (eine Marke
entspricht einer „Einheit“ Reiten, z.B. eine Springstunde oder
einmal Longenunterricht) benutzen sich ähnlich wie Briefmarken
und müssen immer eine Woche im Voraus entsprechend Ihrer
vereinbarten Reitstunde in unser Reitbuch eingeklebt werden.
Dies wird Ihnen von unserer Reitlehrerin nochmals vor Ort
gezeigt und erklärt.
Sollten Sie einmal, egal aus welchen Gründen, Ihre Reitstunde
nicht wahrnehmen können, obwohl Sie bereits Ihre Marke
eingeklebt haben, so teilen Sie uns dies bitte rechtzeitig
persönlich oder telefonisch (auch auf dem Anrufbeantworter!),
aber bitte nicht per e-Mail mit. Erfolgt Ihre Absage bis
spätestens einen Tag im Voraus, schreiben wir Ihre Reitmarke für
den nächsten fest vereinbarten Termin gut.
Sofern Sie aus gesundheitlichen Gründen erst am selben
Tag der vereinbarten Reitstunde absagen können, können Sie
Ihre Reitmarke innerhalb der folgenden drei Wochen nach
Absprache mit unserer Reitlehrerin in einer zusätzlichen
Reitstunde abreiten.
Bei geplanter längerer Abwesenheit, z.B. Urlaub, kleben Sie
bitte Ihre Marke entsprechend des nächst genutzten Reittermins
vor.
Zahlungsmöglichkeiten; Bürozeiten
Reitmarken und die einmalige Gebühr der Probemitgliedschaft sind
immer in bar zu begleichen. Scheck- oder Kartenzahlung ist
leider nicht möglich.
Für den Aufnahme- und Jahresbeitrag muss generell eine
Einzugsermächtigung vorliegen, ebenso wie für die Teilnahme am
Voltigierunterricht.
Nicht verwendete Reitmarken können übrigens nicht im Büro bzw.
an den Verein zurück gegeben werden, es findet sich jedoch immer
ein privater Abnehmer.
Den Kauf Ihrer Reitmarken, sowie sonstige Angelegenheiten,
klären Sie mit unserer Reitlehrerin bitte während der
Bürozeiten. Die aktuellen Zeiten sind immer auf unserem
Reitstundenplan vermerkt. Telefonisch können Sie Ihre
Nachrichten jederzeit auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen;
wir rufen Sie auch gerne zurück.
Reitstunden
Als Reitschüler vereinbaren Sie in der Regel mit unserer
Reitlehrerin feste Reittermine gemäß dem Reitstundenplan (z.B.
immer montags 15.ooUhr Einsteigerunterricht und dienstags
17.ooUhr Springunterricht). Außerplanmäßige zusätzliche
Reitstunden, auch private Einzelstunden, sind
selbstverständlich in Absprache möglich.
Dressur-, Spring- und Voltigierstunden dauern planmäßig 60min.
und sind entsprechend der Reitlehre in drei Phasen eingeteilt
(Lösungsphase, Arbeitsphase, Ausklang), Longenunterricht
erteilen wir je nach Gruppengröße innerhalb 20min bzw. 30min.
Zu allen Reitstunden (außer Voltigierunterricht) müssen
Sie jedoch weitere Zeit einplanen, um Ihr zugeteiltes Pferd
vor und nach dem Unterricht entsprechend versorgen zu
können. In der Regel benötigen Sie vor der Reitstunde ca. 30min.
und danach bis zu 20min.
Ihre Zuteilung in die jeweiligen Reitstunden erfolgt in
Absprache mit unserer Reitlehrerin gemäß Ihrem reiterlichen
Können (Einsteiger, Einsteiger Aufbau, Fortgeschrittene; siehe
weiter unten) und Ihres Schwerpunktes (Dressur, Springen…).
„Reiten lässt sich am besten durch Reiten erlernen!“
Dementsprechend machen Sie übrigens die besten Fortschritte,
wenn Sie mindestens zweimal wöchentlich Zeit für Ihr (neues)
Hobby finden könnten.
In der Regel beginnen die Jüngsten zwischen drei und sieben
Jahren mit Voltigierunterricht. Voltigieren bedeutet
„Turnen auf dem Pferd“, wobei das Pferd vom Ausbilder in einem
Kreisbogen an der Longe („Leine“) geführt wird. Er findet in
entsprechenden Gruppen mit viel Spaß und Spiel und mit
Unterstützung vieler lieber fleißiger Helferinnen statt. Somit
sind Ihre Kinder jederzeit gut betreut.
Alle größeren Kinder (Mindestalter 8 Jahre!) und
Erwachsene ohne reiterliche Vorkenntnisse beginnen mit
Longenunterricht. Auch hier wird das Pferd vom Ausbilder an
der „Leine“ im Kreisbogen geführt, was dem Reitschüler
kontrollierte erste Reitübungen ermöglicht. Longenunterricht
findet in kleinen Gruppen mit maximal drei Schülern statt. Eine
halbe Stunde vor Beginn der Reitzeit treffen sie sich gemeinsam
mit ihrem Reitlehrer und lernen, ihr Pferd zum Reiten
vorzubereiten (anbinden, putzen, satteln usw.), sowie die
wichtigsten Grundlagen im Umgang mit dem Pferd.
Wie viele Longenstunden Sie vor Ihrem Übergang in eine
Einsteigergruppe absolvieren müssen ist sehr individuell und
somit nicht festgelegt. Unsere Reitlehrerin entscheidet dies
gemeinsam mit Ihnen.
Wer sein Pferd selbständig anbinden, putzen und weitestgehend
alleine satteln und trensen kann, sich beim Reiten nicht mehr
festhalten muss (möglichst ausbalancierter Sitz in allen drei
Gangarten), Zügelführung und Reiterhilfen (ansatzweise)
beherrscht, findet einen Platz in unseren
Einsteigerreitstunden. Hier wird in der Abteilung mit einem
erfahreneren Reitschüler an der „Tete“ (Anfang)
hintereinanderher geritten. So lassen sich Sitz, Hilfengebung
und Hufschlagfiguren (Reitwege in Halle und Bahn) lernen und
weiter üben, ohne dass der Schüler jedoch zu sehr mit dem
„Lenken“ seines Pferdes überfordert ist.
In allen drei Gangarten sichere Reiter mit entsprechender Übung
in Hufschlagfiguren und Hilfengebung, wechseln in die
Einsteiger-Aufbau-Reitstunde. Hier lernen sie, ihr Pferd
selbständig bzw. ohne Abteilung zu reiten, sowie die nötigen
Vorfahrts-/Regeln usw. hierfür. Wer sein Pferd dann
weitestgehend sicher beherrscht, erhält weiterführenden
Unterricht in den Fortgeschrittenenstunden. Hier werden
Können und Kenntnisse im selbständigen Reiten weiter vertieft,
je nach Gruppe und individuellem Stand bis zu hohen Lektionen
der Dressur, bzw. gesteigerten Anforderungen im Springen.
Ein Wechsel in eine andere Reitstunde geschieht immer in
Absprache mit unserer Reitlehrerin.
Reitausrüstung
…und weitere wichtige Hinweise
Helm ist Pflicht!
Und zwar ein Reithelm mit Dreipunkt-, bzw.
Vierpunktsicherung nach Europäischer Norm „EN 1384“.
Fahrrad- oder ähnliche Helme sind nicht zulässig!
Sofern Sie sich für Ihre ersten Probereitstunden noch keinen
eigenen Helm kaufen möchten, liegen im Reitlehrerbüro Leihhelme
bereit. Dies sollte aber eine Überganglösung bleiben!
Für den Voltigierunterricht benötigt Ihr Kind möglichst
enge Trainingshosen (z.B. Leggins), passende Oberbekleidung
(nicht zu lang oder weit!) und Turnschläppchen. Reithelm,
Reithandschuhe, Sicherheitsweste oder sonstige Ausrüstung werden
nicht benötigt.
Zum Reiten tragen Sie bitte Schuhe mit flachem Absatz
ohne Profilsohle, die mindestens bis über den Fußknöchel
reichen müssen und keinen Klettverschluss haben sollten
(z.B. sind Gummistiefel vorläufig gut geeignet).
Halbschuhe, Schuhe ohne Absatz, Sandalen, Turnschuhe usw.
sind nicht zulässig!
Ihre Hose muss lang sein, darf nicht hoch rutschen (z.B.
Kniestrümpfe über ziehen) und sollte weiche Nähte besitzen die
nicht scheuern können (Innenseite der Beine!); sie muss recht
eng anliegen, darf aber nicht einengen.
Kurze, zu weite, oder sonstige, nicht zweckmäßige Hosen sind
nicht zulässig!
Ihre Oberbekleidung sollte bequem, jedoch ebenfalls nicht
zu weit oder zu lang sein. Jacken und Westen sind entweder zu
schließen oder auszuziehen.
So bald Sie als Einsteiger die Zügelführung erlernen, sollten
Sie Reithandschuhe mit Leder- oder Noppenbesatz tragen,
spätestens mit Eintritt in die Einsteigerreitstunde.
Reiterinnen mit langen Haaren müssen diese grundsätzlich
bei jedem Umgang mit dem Pferd und beim Reiten zusammen
binden (Unfallgefahr)!
Kaugummi und sonstige Lutschbonbons sind beim Reiten nicht
erlaubt.
Bitte tragen Sie während der Reitstunden keine Sonnenbrillen
oder sonstige unangemessene Kleidung.
Eigene „Hilfsausrüstung“ wie Gerte und besonders
Sporen benötigen Reitanfänger nicht! Die Schüler lernen
bei uns, die reiterlichen Hilfen (Kommunikation zischen Reiter
und Pferd über Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen) fach- und
situationsgerecht einzusetzen. Gerte und Sporen bedürfen der
Zustimmung des Reitlehrers, dienen der Unterstützung der Hilfen
und sind angemessenen und nicht als Ersatz für reiterliches
Können zu gebrauchen!
Sofern Sie von Ihrem Reitlehrer angewiesen werden mit Gerte zu
reiten und noch keine eigene besitzen, liegen immer einige
Leihgerten in unserer Reithalle bereit. Beim Kauf einer
eigenen Gerte beachten Sie bitte, dass sie für den
Springunterricht eine Länge von insgesamt maximal bis
75cm, für den Dressurunterricht insg. max. 120cm lang sein
darf. Für Ihre Kinder kaufen Sie bitte für den Dressurunterricht
eine etwas kürze Gerte (Verhältnis muss stimmen). Beachten Sie
bitte außerdem, Ihre Gerte ausreichend zu markieren.
Wir können für verlorene Ausrüstungsgegenstände allgemein
leider keine Haftung übernehmen!
Die mittlerweile oft gesehenen Sicherheitswesten sind
keine generelle Pflicht. Fest vorgeschrieben sind sie
lediglich bei der Teilnahme an Vielseitigkeitswettbewerben.
Beim Springunterricht und im Gelände sind sie jedoch
angeraten.
Bei jedem sonstigen Reitunterricht zeigt die Erfahrung, dass
eine nicht fachgerecht angepasste Sicherheitsweste, besonders
bei jüngeren bzw. kleineren Reitschülern, hinderlich sein kann.
Z.B. sind die Westen häufig hinten zu lang („das Kind wächst ja
noch“), was aber dem Reitschüler das Erlernen des aufrechten,
ausbalancierten Sitzes erschwert und den sog. „Spaltsitz“
(Oberkörper kippt nach vorne, Füße und Beine nach hinten)
begünstigt. Oder sie sind für die Kinder vorne zu dick bzw. zu
„mächtig“, so dass sie große Probleme beim Auf- und Absteigen
haben können.
Dennoch müssen Sie selbstverständlich nicht auf eine
Sicherheitsweste verzichten, sofern Sie diese für sich oder Ihr
Kind wünschen. Bitte lassen Sie sich in einem Pferde- oder
Reitsportfachgeschäft individuell beraten und sparen Sie nicht
an den falschen Stellen. Es gibt die Westen in den
verschiedensten Ausführungen.
Wer unser schönes Hobby regelmäßig betreibt, allerspätestens mit
Eintritt in eine Fortgeschrittenengruppe, sollte natürlich
Reithosen (mit Voll- oder Teilbesatz), Reitstiefel (aus Leder
oder Gummi), eine eigene Gerte und nach Absprache mit dem
Reitlehrer evtl. auch eigene Sporen besitzen. Einen eigenen
Reithelm und Reithandschuhe setzen wir wie oben erwähnt bereits
früher voraus.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen ersten Informationen
behilflich sein konnten und hoffen, Sie bald als neue
Vereinsmitglieder und/oder Reitschüler begrüßen zu dürfen.
Bei weiteren Fragen und allen Problemen stehen wir Ihnen
selbstverständlich gerne persönlich oder telefonisch zur
Verfügung.
Viel Freude weiterhin beim Reiten und im Umgang mit Ihren
Pferden und Ponys!
Literaturtipp: Für alle große und kleine Pferde- und
Reitfreunde findet sich übrigens im Verlag der Deutschen Reiterlichen
Vereinigung das passende Medium für jede Sparte der Reiterei!
www.fnverlag.de